SPRACHE
 
Die Bewegung
03.08.2017

Hohe Wellen, viele Jugendliche und sogar Standing Ovations

Die beiden Co-Präsidentinnen der Klimaseniorinnen besuchen diese Woche die Arktis. Dort treffen sie sich mit anderen KlimaklägerInnen aus der ganzen Welt. Im ersten Teil ihres Tagebuchs vom Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise beschreibt Klimaseniorin Rosmarie Wydler-Wälti ihre ersten Eindrücke im hohen Norden.

31. Juli: Erste Begegnungen an Bord der Arctic Sunrise

Bei Sonnenschein und eisigem Wind sind wir gestern Abend in Ramberg auf der atemberaubend schönen norwegischen Inselgruppe Lofoten angekommen: Die Reise, selbstverständlich für uns Klimasrniorinnenn mit Bahn und Schiff, war lang, aber alles hat gut geklappt. In einem Schulzimmer werden wir mit leckerem Essen aus der Camp-Küche versorgt. Anschiessend führen wir ein Interview mit einem Journalisten aus Brasilien und nehmen an einem Gruppenspiel teil.

Später folgt ein Fotoshooting am Sandstrand mit der Arctic Sunrise im Hintergrund, weit auf dem Meer draussen. Weil der Greenpeace-Eisbrecher mit einem grossen Unterwasserteil nicht ins seichte Uferwasser kann, muss das Schiff im offenen Meer vor Anker gehen.

Vom Camp der norwegischen Umweltorganisation Nature & Youth aufs Schiff sind es etwa 10 Minuten Bootsfahrt – ein Wahnsinn! Mit Schutzanzügen und Schwimmwesten durchpflügen wir im rasenden Boot hohe Wellen und bekommen ständig Wasser ins Gesicht. Von Bord wird unser Boot mit einem Kran an Deck gezogen: ein tolles Erlebnis!

Auf der Arctic Sunrise beziehen wir unsere Kabine und werden mit Tee aufgewärmt. Nach dem herzlichen Empfang durch die Mitglieder der Schiffscrew heisst es: ab ins Bett.

1. August: Schweizer Hymne und Klimaklage für die norwegische Jugend

Nach dem Frühstück um halb acht Uhr stehen eine Schiffsführung und eine eindrückliche Begegnung mit der Österreicherin Sinja auf dem Programm: Mit anderen Crewmitgliedern ist sie im Turnus, Tag und Nacht, verantwortlich für die Überwachung der Schiffsbrücke.

Später kommen einige Jugendliche vom Camp aufs Schiff. Sven vom skandinavischen Greenpeace-Büro erklärt uns die gewaltfreie Aktionsmethode, welche die Umweltorganisation überall sehr strikt anwendet. Ein Aktivist, der früher bei einer Ölfirma arbeitete, erzählt uns, warum er sich nun mit Greenpeace gegen Ölbohrungen einsetzt. Verschiedene Jugendliche nehmen am Aktions-Training teil und gehen mit wasserdichten Schutzanzügen ins Wasser. Wir bereiten uns vor für eine Präsentation der Schweizer Klimaklage, essen noch etwas und fahren anschliessend aufs Festland – heute mit etwas niedrigerem Adrenalinspiegel und ohne Schutzanzüge dank sanftem Wellengang.

In einem grossen Zelt im Camp in Ramberg stellen wir unsere Arbeit in der Schweiz vor – warum wir den Schweizer Staat dafür verklagen, dass er zu wenig unternimmt im Kampf gegen die Klimakrise. Zuvor erklingt die Schweizer Landeshymne und wird die Flagge mit dem weissen Kreuz auf rotem Grund gehisst.

Unsere 1.-August-Rede kommt gut an: Die ca. 300 vorwiegend jungen Leute im Alter von 16 bis 26 Jahren sind begeistert und klatschten immer wieder. Zum Schluss gibt es sogar Standing Ovations: ein sehr dankbares Publikum! Anschliessend ist die Reihe an den beiden KlimaklägerInnen aus den USA. Eine halbe Stunde lang feuern sie mit viel Enthusiasmus (zwei künftige Präsidentschaftskandidatinnen?) das Publikum an. Einige Junge sprechen noch mit uns und bedanken sich. Dann geht es übers Wasser – wieder mit Schutzanzügen – zurück zur Arctic Sunrise und anschliessend glücklich und müde zu Bett.

 

Verwandte Stories

Werde Teil der Bewegung gegen arktisches Öl
Danke euch allen, die mit ihren Namen als Beweis vor Gericht gekommen sind .
Du kannst immer noch unterschreiben. So werden wir dich über die Bewegung gegen arktisches Öl auf dem Laufenden halten.
538,792 haben unterschrieben
 

Please check this field

X

Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende.

Zeig der norwegischen Regierung, dass die Welt hinschaut!
Unterstütze die Bewegung zum Schutz der Arktis indem du dein Foto hinzufügst

Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende.

Teilen und Freunde zur Unterstützung einladen

Zuletzt unterschrieben